FORSCHUNGSINSTITUT FÜR MITTELALTER UND RENAISSANCE (FIMUR)

Hiestand, Rudolf (Hg.): Das Buch in Mittelalter und Renaissance, Studia Humaniora (Bd. 19), Düsseldorf 1994, 220 Seiten.

Obwohl die Menschen nicht lesen konnten und nur wenige selber ein Buch besaßen, stand im Mittelalter das Buch, ausgehend von der Bibel, dem Buch der Bücher, in vielen Bereichen im Zentrum des Lebens. Vor allem anhand von Handschriften und frühen Drucken stellen die Beiträge dieses Bandes, vom Einzelfall zum Allgemeinen vordringend, an einzelnen Beispielen die vielfältige Rolle des Buches in Theologie, Geschichte, Literatur, Medizin und Architektur und die Wechselbeziehungen zwischen Buch und Publikum in der Zeit bis zum spanischen Siglo de Oro dar.

Aus dem Inhalt

Rudolf Hiestand

"Einleitung", pp. 7-15. 

Ilona Opelt (†)

"Der antike Autor und sein Buch", pp. 17-31. 

Josef Semmler

"Ein karolingisches Meßbuch der Universitätsbibliothek Düsseldorf als Geschichtsquelle", pp. 33-57. 

Peter Wunderli

 

"Dante und die Himmelsleiter. Zu einer Handschrift der Vaticana", pp. 59-77. 

Wolfgang Milde

"Wirkung und Wirkungswandel des Buches. Eine hussitische Sammelhandschrift im Streit der Meinungen", pp. 79-93. 

Hans Schadewaldt

"Medizinische Meditationen über eine Inkunabel des Avicenna", pp. 95-110. 

Joachim Poeschke

"Bücher und Bauten. Bibliotheken der Frührenaissance und ihre künstlerische Ausstattung", pp. 111-128. 

Hubertus Schulte Herbrüggen

"Erasmus, England, das Neue Testament und die Universitätsbibliothek Düsseldorf", pp. 129-159. 

Ludwig Schrader

"Bibelkommentierung im französischen Frühhumanismus. Jacques Lefèvre d`Étaples und seine Commentarii in Epistolas Pauli apostoli [mit einem Anhang von Anita Berger und Heinz Finger über das Exemplar der Universitätsbibliothek Düsseldorf]", pp. 161-188.

Marcella Roddewig

"Eine erste deutsche 'Paradiso'-Übersetzung unter dem Einfluß des Protestantismus", pp. 189-208.

Christoph Strosetzki

"Zwischen 'Gut' und 'Böse' in Welt und Buch im spanischen Siglo de Oro", pp. 209-220.