FORSCHUNGSINSTITUT FÜR MITTELALTER UND RENAISSANCE (FIMUR)

Schemmann, Ulrike: Confessional literature and lay education: The Manuel dé Pechez as a book of good conduct and guide to personal religion, Studia Humaniora (Bd. 32), Düsseldorf 2000, 361 Seiten.

Mittelalterliche Sündenhandbücher haben eine auf irische Sündenlisten des 6. Jahrhunderts zurückgehende Tradition. Das Manuel dé Pechez, ein wichtiges Zeugnis der seelsorgerischen und sozialen Umwälzungen des 13. Jahrhunderts, ist ein in anglo-normannischer Sprache verfaßtes Sündenhandbuch, das 1250 bis 1260 in England entstand. Es wendet sich nicht mehr an die Beichtväter, sondern direkt an die Laien und ist sowohl Anleitungsbuch für ein den christlichen Normen entsprechendes Verhalten wie auch Ratgeber für individuelle Religionsausübung und die selbstverantwortliche Kontrolle des eigenen Lebenswegs. Zugleich spiegelt es die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse seiner Zeit auf eindrucksvolle Weise wider.

Aus dem Inhalt

I.

Introduction

II.

The historical development of penitential literature

III.

The Manuel dé Pechez [Self-responsibility - Self-examination - Means of control]

IV.

The author and the audience of the Manuel dé Pechez

V.

Conclusion

VI.

Bibliography [Primary sources - Secondary works]

VII.

Deutsche Zusammenfassung