Der Integrative Bachelorstudiengang „Linguistik“ zeichnet sich dadurch aus, dass er die klassischen Gebiete der Linguistik mit Fremdsprachen, Sprachphilosophie oder Computerlinguistik und Informatik integriert. Studierende können innerhalb des Studienganges zwischen drei Varianten mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung wählen. Mit den Studienvarianten orientiert sich der Studiengang am internationalen Standard für Linguistikstudiengänge. Der andere Integrative Bachelorstudiengang „Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
“ bietet einen Studienweg mit einem besonderen, in dieser Zusammensetzung in Deutschland einmaligen Profil.
In den drei Varianten wird eine breite Ausbildung in Linguistik (etwa die Hälfte des Studienvolumens) einschließlich einer linguistischen Spezialisierung mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen kombiniert. Die allgemeine Linguistikkomponente ergibt eine breite Abdeckung aller Kerndisziplinen der Linguistik (Phonetik und Phonologie, Morphologie und Syntax, Semantik und Pragmatik) und die Möglichkeit der Spezialisierung in einem interdisziplinären Gebiet der Linguistik wie Historischer Linguistik, Psycho- und Neurolinguistik, Computerlinguistik und sprachlicher Diversität (Typologie, Soziolinguistik u.ä.); das leisten zur Zeit in Deutschland nur sehr wenige linguistische Abteilungen.
Eine Übersicht über alle Module im integrativen Bachelorstudiengang findet sich auch im Modulhandbuch. Die Schwerpunkte sind wie folgt aufgeschlüsselt:
umfasst einen großen Block Sprachpraxis in einer Fremdsprache mit guten Vorkenntnissen, die bis zu einem sehr guten Niveau ausgebaut werden, und einen Block Sprachpraxis in einer neu zu erlernenden, und damit in der Regel dritten Fremdsprache, in der ein gutes Niveau erreicht werden soll.
umfasst einen großen Block Sprachpraxis in einer Fremdsprache mit guten Vorkenntnissen, die bis zu einem sehr guten Niveau ausgebaut wird, und einen Block Philosophie für Linguisten, in dem die Grundlagen von Argumentation, Sprachgebrauch und Kognition aus philosophischer Perspektive behandelt werden.
Der Bereich Psycholinguistik erfasst die Verarbeitung und Produktion von Sprache aus Sicht von Gehirn und Wahrnehmung. Eingegliedert sind auch Veranstaltungen zu Neurolinguistik, in denen Grundlagen über Verfahren der Neurowissenschaften in Bezug auf Sprache gegeben werden.
ist das Spezialisierungsmodul im linguistischen Teil zu einem großen Block Computerlinguistik ausgebaut, der durch einen Block Informatik ergänzt wird. Zusätzlich umfasst auch diese Variante einen Sprachpraxisblock, in einer Fremdsprache mit oder ohne Vorkenntnisse.
Fundiertes Wissen über die Komplexität menschlicher Sprachen, wie es die Studienvarianten mit breitem Linguistikanteil vermitteln, ist für Absolventinnen und Absolventen in einer großen Zahl von Berufsfeldern von großem Nutzen oder sogar unentbehrlich. Dazu gehören die Felder der elektronischen Informationsverarbeitung ebenso wie Kommunikationstraining, Schulung von Sprachtherapeuten und Fremdsprachenlehrenden, eigene Erteilung von Fremdsprachenunterricht, Lehr- und Schulbuchentwicklung, Beratung bei der Texterstellung z.B. von Handbüchern und Anweisungstexten, Tätigkeiten in Medien und Journalismus und v.a.m. Die Zusatzqualifikationen in Fremdsprachen, Grundlagen des Sprachgebrauchs oder Computerlinguistik und Informatik, erhöhen die Berufschancen je nach Tätigkeitsfeld erheblich. Wichtig: Weder der Bachelor- noch der Masterabschluss qualifiziert Sie für die Tätigkeit als Logopäde oder klinischer Linguist.
Folgende Universitäten bieten den Studiengang klinische Linguistik an: Universität Bielefeld
Universität Frankfurt
Universität Marburg
Universität Freiburg
Universität Potsdam
Absolventen des Bachelorstudiengangs verfügen über ein fundiertes Problembewusstsein in Bezug auf die Komplexität sprachlicher Erscheinungen; sie sind in der Lage, sich selbständig in Fragestellungen der Anwendung einzuarbeiten und Recherchen zu Problemstellungen durchzuführen. Absolventen der Studienvariante ?Linguistik mit Schwerpunkt Computerlinguistik? sind qualifiziert für die Erarbeitung konkreter Implementierungskomponenten in computerlinguistischen Projekten in Wissenschaft und Industrieforschung, auf der Grundlage detaillierter linguistischer Beschreibungen. Sie besitzen im übrigen eine solide Grundlage für ein Masterstudium mit Spezialisierung in Computerlinguistik.