INSTITUT FÜR MEDIEN- UND KULTURWISSENSCHAFT

integrativer deutsch-französischer masterstudiengang analyse des pratiques culturelles

Die medientechnologische Entwicklung und die kulturellen Prozesse unserer Gesellschaften stehen in einem engen Wechselverhältnis. Medien prägen die Formen der Repräsentation von Politik, sie spielen aber auch eine entscheidende Rolle bei der Formierung der Subjektivität des Einzelnen. Diese Prozesse lassen sich kaum noch sinnvoll im Rahmen nationaler Grenzen analysieren, erst in vergleichender und interkultureller Perspektive wird die Dynamik von Globalisierung und Differenzierung sichtbar. Dies gilt um so mehr, will man verstehen, welche Rolle Kultur als Faktor des europäischen Prozesses schon heute spielt und vielleicht noch weiter produktiv entfalten kann, oder auch, wie die zunehmende Bedeutung von Kultur als Wirtschaftsfaktor in einer globalisierten Welt zu untersuchen und zu bewerten ist.

Mit dem integrierten Masterstudiengang Analyse des pratiques culturelles / Medienkulturanalyse haben die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und die Université de Nantes ein Studienprogramm entworfen, das den Vergleich der deutschen und der französischen Entwicklungen der Medienkultur zum Thema hat, dies aber sowohl in den größeren europäischen und globalen Rahmen einbettet, als auch in einem interdisziplinären Verbund von Kultur- und Sozialwissenschaften theoretisch reflektiert. Der Studiengang ist von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) anerkannt und wird von ihr unter anderem durch die Gewährung von Mobilitätsbeihilfen gefördert.

Der Erwerb medienanalytischer, interkultureller, sprachlicher und gestalterischer Kompetenz soll die Studierenden befähigen, sich als innovative, kritische und autonome Medienproduzenten und Kulturorganisatoren zu betätigen. Die im deutsch-französischen und europäischen Kontext so wichtige Kompetenz zur kulturellen Übersetzung und Kooperation setzt aber auch eine möglichst intime Kenntnis der unterschiedlichen Traditionen der Organisation des kulturellen Feldes in beiden Ländern voraus. Deshalb sind an beiden Hoschulstandorten Praktika oder praxisorientierte Forschungsprojekte vorgesehen.

Zu den Studienschwerpunkten gehören: Kultursoziologie- und -geschichte, Medienkulturwissenschaft, Interkulturelle und vergleichende Medienwissenschaft, Theorie der Medialität.

Das Studium ist auf 4 Semester (120 CP) konzipiert. Es wird eine gemeinsame Studiengruppe gebildet. Bisher begann die Gruppe in Nantes und wechselte dann zum dritten Semester nach Düsseldorf.

Es wird ein integriertes Doppeldiplom vergeben: Master (MA) Medienkulturanalyse / Master Recherche Mention ?Communication et médiation culturelle?. Specialité ?Analyse des pratiques culturelles?. Ausführliche Informationen zum Ablauf des Studiums können Sie dem Studienverlaufsplan entnehmen.

In seiner Forschungsorientierung qualifiziert der Studiengang für die Weiterführung der Forschung im Rahmen eines Promotionsstudiums.

Studienvoraussetzung ist ein qualifizierter Abschluss eines Studiums in einem medienkulturwissenschaftlichen oder einem kunstgeschichtlichen, literatur-, film- und theaterwissenschaftlichen sowie verwandten kultur- und sozialwissenschaftlichen Studiengang.

Bewerbungen sind immer zum Wintersemester möglich und sollten Anfang Juli eingegangen sein.