All literature must be read as a symbolic meditation on the destiny of community. (Fredric Jameson)
“In Yer Face: Ethics and Ideology in Contemporary Drama”
Besuch der Vorstellung von Dennis Kellys „Liebe und Geld“ und anschließendem Gespräch mit dem Regisseur und allen Schauspielern im Rahmen des Seminars “In Yer Face: Ethics and Ideology in Contemporary Drama”
6. Juni 2011 (Sommersemester 2011)
Die provozierenden Dramen zeitgenössischer Autoren wie Dennis Kelly, Mark Ravenhill und Sarah Kane thematisieren und hinterfragen ethisches und moralisches Handeln in der heutigen Gesellschaft.
Im den Seminar wurden insbesondere die politischen, sozialen und ökonomischen Aspekte der Schauspiele herausgearbeitet, wie sie u.a. durch Gewalt, Machtverhältnisse, Konsum und Geld, Sex und Liebe sowie Drogen ausgedrückt werden. Verschiedene Konzepte der Ethik und der Ideologie bildeten dabei die Grundlage die Diskussionsgrundlage für ausführliche und teils hitzige Debatten über die Moralvorstellungen in der heutigen Gesellschaft.
Auf der Darstellung des „moralischen Vertigos“, in dem sich die Figuren in Dennis Kellys Liebe und Geld befinden, lag ein zentraler Fokus des Seminars. Dabei konnte der Besuch der Aufführung im Düsseldorfer Schauspielhaus in der Mitte des Semesters nicht nur Theorie und Praxis zusammenbringen, sondern darüber hinaus noch viele neue Aspekte des Ideologie-kritischen Dramas aufzeigen. Der abweichende Zugang, den Regisseur und Schauspieler den Zuschauern boten, lieferte dann auch direkt Zündstoff für die daran anschließende Diskussion. Keiner der Schauspieler und auch nicht der Regisseur ließ es sich nehmen, sich über eine Stunde lang den kompetenten Fragen der Studenten zu stellen: Lob und Kritik waren gleichermaßen willkommen!
Feedback der Studenten
Julia Herget: „Nachdem wir Dennis Kelleys Stück „Geld und Liebe“ im Seminar mehrere Wochen lang besprochen hatten, fand ich die Gelegenheit das Stück im Schauspielhaus zu sehen sehr interessant. Es war faszinierend zu sehen was der Regisseur und die Schauspieler aus dem Material gemacht hatte und auch Elemente anders interpretiert wiederzufinden, als wie wir sie uns im Seminar vorgestellt hatte. Ein Gespräch mit dem Regisseur und den Schauspielern nach der Aufführung, gab uns die Möglichkeit genau diese Stellen anzusprechen und mehr über die Motivation des Regisseurs zu erfahren, das Stück in dieser Form aufzuführen. Es war eine gute Ergänzung des Seminars und eine wunderbare Gelegenheit einen weiteren Blickpunkt auf Dennis Kelleys Stück zu bekommen.“
Christina Hoste: "Die Kooperation zwischen der HHU und dem Schauspielhaus Düsseldorf war für mich eine einzigartige und sehr interessante Möglichkeit, einen Einblick in die Praxis des Schauspiels zu bekommen und dies mit der im Studium erlernten Theorie zu verknüpfen. Sowohl die Aufführung wie auch die Nachbesprechung mit dem Regisseur und allen Schauspielern haben neue und frische Ideen und Ansätze zu den im Seminar besprochenen Inhalten geliefert. Insgesamt eine lohnenswerte Erfahrung!"

