ANGLISTIK III: ENGLISH LANGUAGE AND LINGUISTICS

1. Vorbereitung

Absprache von Themen: Der erste Schritt vor dem Verfassen einer Hausarbeit ist die Absprache des Themas mit dem jeweiligen Donzenten in dessen Sprechstunde - unabhängig davon, ob Sie den Themenvorschlag selber einbringen oder aus einem Set an vorgegebenen Themen wählen. Bei dieser Vorbesprechung sollte vor allem geklärt werden:

  • der exakte Titel und somit die genaue inhaltliche Abgrenzung Ihrer Arbeit
  • welche konkrete Fragestellung soll in der Arbeit beantwortet werden?
  • Literatur, die es zwingend zu berücksichtigen gilt
  • besonders stark gewichtete Bewertungskriterien
  • Länge, Gestaltung und Formatierungen

Wenn sich beide Seiten über diese Punkte im Klaren sind, kann Ihnen das unter Umständen viel Ärger und Mehrarbeit ersparen.

Entwicklung eines Konzepts: Wenn Sie Ihre Recherchen so weit abgeschlossen haben, dass Sie mit dem Schreiben beginnen können, sollten Sie vorher noch ein stichpunktartiges Konzept - ähnlich dem späteren Inhaltsverzeichnis Ihrer Arbeit - anfertigen, um es erneut mit dem verantwortlichen Dozenten zu besprechen. So stellen Sie sicher, dass Sie sich im gesamten Verlauf Ihrer Arbeit innerhalb der Vorstellungen des Dozenten bewegen und vermeiden unangenehme Überraschungen bei der Benotung.

2. Formales

Titelblatt & Inhaltsverzeichnis: Jeder Hausarbeit geht ein Titelblatt und ein Inhaltsverzeichnis voraus. Auf dem Titelblatt müssen sich folgende Angaben finden: vorgegebener Titel der Arbeit, voller Name, Matrikelnummer, Studiengang, Postanschrift und eMail-Adresse, ggf. Telefonnummer, Semester, Dozent, Lehrveranstaltung. Diese Angaben sind für die korrekte Zuordnung der Arbeit zu der jeweiligen Prüfungsanmeldung und eventuelle Rückmeldungen notwendig. Ein Beispiel wie ein solches Titelblatt aussehen kann finden Sie hier. Beachten Sie dass dies nur ein Vorschlag ist der die wichtigen Angaben beinhaltet. Die Formatierung, Schriftgröße, Schriftart, Positionierung, etc. sind Ihnen überlassen.

Das Inhaltsverzeichnis sollte die Kapitelüberschriften erster und zweiter Ordnung mit den jeweiligen Seitenzahlen in übersichtlicher Form beinhalten. Microsoft Word und der Open Office Writer haben beide automatische Funktionen zum Erstellen von Inhaltsverzeichnissen - diese sind in der Regel schneller und weniger fehleranfällig als ein Erstellen von Hand.

Formatierung: Obwohl jeder Dozent individuelle Vorstellungen über die genaue Seiten- und Textformatierung haben mag, ist die Faustregel für wissenschaftliche Arbeiten:

  • Schriftgröße mindestens 10, maximal 12 Punkt
  • Seitenränder nach allen Seiten wenigstens 2,5cm
  • Absatzformatierung als Blocksatz
  • Zeilenabstand 1,5 Zeilen, unter Umständen auch 2 Zeilen
  • keine Unterstreichungen für Überschriften - Fettdruck und gesteigerte Schriftgröße sind zur Kenntlichmachung ausreichend
  • kein doppel- oder beidseitiger Druck

Machen Sie von Formatvorlagen Gebrauch. So können Sie für jede Art von Text, die in Ihrer Arbeit vorkommt (Fließtext, Überschriften verschiedener Ordnungen, Blockzitate, etc.) ein Format konsistent anwenden und müssen, wenn Sie mit dem Resultat nicht zufrieden sind, nur die Formatvorlage bearbeiten, anstatt jede Instanz im Text zu finden und manuell zu bearbeiten.

Fehler: Vermeiden Sie unter allen Umständen jede Form von Grammatik-, Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern. Gerade in sprachwissenschaftlichen Fächern machen derartige Fehler einen sehr unvorteilhaften Eindruck und führen im Zweifelsfall zu einer schlechteren Benotung, auch weil solche Fehler in englischsprachigen Arbeiten zur Opazifizierung des Inhalts führen. Lassen Sie, um nicht Ihre eigene Arbeit korrekturlesen zu müssen und im bekannten Text Dinge zu übersehen, wenigstens eine andere Person Ihre Arbeit korrekturlesen.

Literaturangaben: Da viele Dozenten Fußnoten als unangenehme Unterbrechung des Fließtextes empfinden, empfiehlt es sich, mit In-Text-Zitation zu arbeiten, die nach dem Format (Autorenname Jahreszahl: Seitenzahl) bei wörtlichen Zitaten und nach dem Format (Autorenname Jahreszahl) bei sinngemäßen Zitaten verwendet werden:

To chart the representation of nation and book in these meta-media writings is to observe a representative instance of Todorov’s notion of genre change through “inversion” (Todorov 1976: 161) or perhaps of Moretti’s iteration of shared form at a given historical moment as a “diagram of forces” (Moretti 2005: 64). It is to encounter—again, in a still-preliminary form—the intimacy between social conflict and literary form (Moretti 2005).

Die komplette Literaturangabe wird dann am Ende der Arbeit in der Bibliographie gemacht.

Bibliographie: Bei der Formatierung Ihrer Quellenangaben in der Bibliographie sollten Sie sich nach dem Unified Style Sheet for Linguistics, dem Chicago Manual Style oder dem Stylesheet der American Psychological Association richten. Welche Art der Formatierung Sie wählen, ist, sofern vom Dozenten nicht anders vorgegeben, Ihnen überlassen; wichtig ist, dass sie alle Angaben konsistent formatieren und vor allem vollständig machen; vermeiden Sie es außerdem, Quellen anzugeben, die Sie zwar gelesen, aber nicht in der Arbeit verwendet haben.

Abgabe: Die Arbeit ist in ausgedruckter und in elektronischer Form einzureichen, als elektronische Einreichung genügt eine Zusendung per eMail. Reichen Sie Ihr Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, etc. nicht als separate Dateien ein sondern fügen Sie alles zu einem Dokument zusammen. Benennen Sie die Datei so, dass man sie als Ihre Hausarbeit identifizieren kann.

Plagiate: Jeder abgegebenen Arbeit muss eine Plagiatserklärung beigefügt werden. In dieser versichert der Studierende, dass es sich bei der Arbeit um eine Eigenleistung handelt und alle aus anderen Quellen übernommenen Angaben als solche gekennzeichnet sind.

3. Inhalt

Quellen: Dies ist keine allgemeingültige Empfehlung für wissenschaftliche Arbeiten, sondern eine Richtlinie der Dozenten unseres Instituts: Vermeiden Sie das Zitieren von Internet-Quellen außerhalb von etablierten eJournals (außer, ihr Forschungsgegenstand sieht eine Internet-Analyse oder dergleichen vor). Versuchen Sie gar nicht erst, Wikipedia als Quelle verkaufen zu wollen.

Absätze: Unterteilen Sie ihren Fließtext in Absätze. Ein Absatz sollte hierbei einen größeren Gedankengang umfassen; ein neuer Gedanke erfordert also auch einen neuen Absatz. Das macht es dem Leser leichter, Ihrer Struktur zu folgen. Ein Absatz besteht niemals nur aus einem einzigen Satz!

Einleitung: Formulieren Sie in der Einleitung die zugrundeliegende Fragestellung, mit der sich Ihre Arbeit beschäftigt, sorgfältig aus und erklären Sie, wie Sie diese Fragestellung anzugehen gedenken, damit der Leser weiß, welchem Gedankengang er folgen müssen wird. Außerdem erleichtert ihnen diese Ausformulierung den Schritt, ihre Ergebnisse auf die Forschungsfrage zurückzuführen.
Ordnen Sie wenn möglich Ihren Untersuchungsgegenstand einem übergeordneten Themengebiet (beispielsweise dem Thema des Seminars, in dessen Rahmen Sie die Arbeit schreiben) unter und erklären Sie seine Relevanz.

Hauptteil: Da Sie Ihre Arbeit im Normalfall aus vielen Einzelquellen zusammentragen, ist es wichtig, dass Sie einen kohärenten Text erstellen, in dem man trotz der von vielen anderen Stellen bezogenen fachlichen Informationen noch Ihren Überlegungen folgen kann. Etablieren Sie am Anfang des Hauptteils wichtige Fachbegriffe und arbeiten Sie Theorien heraus, die Sie im späteren Verlauf heranziehen - auf diese Art und Weise können Sie den Grundlagenteil vom interessanteren Ergebnisteil trennen und schlüssig wirkende Bezüge herstellen.

Schluss: Der Schluss sollte nicht nur eine kurze Zusammenfassung Ihrer Arbeit sein, sondern die Ergebnisse (gerade in Bezug auf die in der Einleitung formulierte Fragestellung) präzise auf den Punkt bringen. Ziehen Sie ein Fazit über den Erfolg Ihrer Arbeit und geben Sie einen Ausblick auf Fragestellungen, die durch Ihre Arbeit aufgeworfen und somit noch nicht beantwortet wurden.